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Crossmediales Publizieren · Nr. 4/2008
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Informationen und Tipps zum Electronic Publishing und zur Anwendung von XML
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Editorial
Unsere Publishing-Welt ist im Umbruch: Das zeigten sowohl die tekom-Frühjahrstagung (siehe Bericht) als auch das Forum Herstellung im Verlag, das diesmal mit Themen aufwartete, die deutlich über Herstellungsfragen hinausgingen (siehe Bericht). Nur am Rande erwähnt wurde dabei die Frage, wie wir unsere Mitarbeiter für diese neue Welt qualifizieren wollen und was die zukünftigen Schlüsselqualifikationen sein werden.
Klar ist nur eines: Flexible Workflows und eine Months-to-minute-Shift in der Produktion können der entscheidende Faktor zum Erfolg sein. Auch Ihre Mitarbeiter sollten dabei mitreden können, um diesen anspruchsvollen Anforderungen adäquat zu begegnen. Sagen Sie uns, in welchen Bereichen Sie Unterstützung brauchen – und wir sorgen dafür, dass Sie sie bekommen! ... zum Online-Fragebogen (selbstverständlich anonym)
Ihre Ursula Welsch
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Inhalte
– Aktuell:
Single-Source-Forum am 2. Juni in München
– Workshop:
"Content Management – zwischen Multifunktionalität und Spezialaufgabe"
– E-Publishing:
Forum Herstellung im Verlag 2008
– Messebericht:
tekom-Frühjahrstagung (Dr. Manfred Krüger)
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Seminartermine der XML-Schule:
21.–22.08.2008 Praktische XML-Grundlagen für Verlage
28.–29.08.2008 XML-basierte Strukturkonzepte für die Mehrfachnutzung
04.–05.09.2008 Einführung in die Transformation von XML-Dokumenten mit XSLT
11.–12.09.2008 Effektive XML-Workflows mit Adobe InDesign (CS3)
18.–19.09.2008 XML im Microsoft Office-Umfeld
25.–26.09.2008 Satzerstellung mit XSL-FO
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Seminartermine bei der Akademie des deutschen Buchhandels:
02./03.06.2008 Workflow-Optimierung in Lektorat und Herstellung
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Aktuelles: >>>>>
Single-Source-Forum am 2. Juni in München
Zum 8. Mal veranstaltet die Comet-Firmengruppe um Professorin Sissi Closs das Single-Source-Forum. Schwerpunkt ist diesmal "Wissensmanagement" – und die Präsentationen kreisen um die Fragestellung, wie man Wissen besser dokumentieren und verfügbar machen kann. Auch der Einsatz von Wikis und die Prozess- und Wissensdokumentation für das Qualitätsmanagement werden dabei zur Sprache kommen.
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Workshop: >>>>>
"Content Management – zwischen Multifunktionalität und Spezialaufgabe"
Ein Content Management System für die Datenverwaltung wird umso dringender benötigt, je stärker der zu publizierende Content für die Mehrfachnutzung modularisiert sein muss und je mehr E-Publishing zum Portfolio gehört. Allerdings gibt es auch spezielle Redaktions- bzw. Produktionssysteme, deren Fokus vor allem auf der optimalen Gestaltung der Printausgabe liegt – nicht zu vergessen Web-to-Print-Angebote.
Da es zudem sehr unterschiedliche Systemansätze gibt, deren Trennschärfe vor allem durch Zusatzmodule zunehmend verschwindet, verstärkt sich die Unsicherheit. Zudem wird der Begriff "Redaktionssystem" für nahezu alle Systemansätze benutzt und auch der Begriff "Content Management System" ist für verschiedene Kategorien geläufig.
Der Workshop macht es sich zur Aufgabe, auf die verschiedenen Begriffe einzugehen und den damit verbundenen Systemansatz herauszuarbeiten. Darauf aufbauend wird der Weg zur Auswahl des optimalen Systems für die eigenen Substanzen und Anwendungen vorbereitet.
Weitere Informationen zum Workshop und Buchung eines Workshoptags bei Ursula Welsch.
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<<<<<E-Publishing: >>>>>
Forum Herstellung im Verlag 2008
Am 8./9. Mai fand in Berlin zum fünften Mal das "Forum Herstellung im Verlag" statt, das erneut unter dem Motto "from editorial to market" stand. Die Themen der beiden Tage waren "Publizieren im Wandel" und "Eine Welt neu gewinnen", die jeweils von drei internationalen Rednern erüffnet wurden (zum Programm).
Aus der Fülle der vorgestellten Themen greife ich drei Präsentationen heraus, die aus meiner Sicht zu den spannendsten dieser zwei Tage gehörten:
- Mark Schireson vom Consulting- und Softwarehaus Mark Logic Corp. aus Kalifornien beschrieb im Vortrag "Fuel your Publishing" sein Credo bezüglich eines zukünftigen erfolgreichen E-Publishings mit dem Begriff "Content Agility". Damit bezog er sich auf die flexible Nutzung eines vorhandenen Contents aus verschiedenen Quellen und Strukturen für die rasche und unkomplizierte Zusammenstellung neuer Produkte ("rapid prototyping"). Dafür bietet der MarkLogic Server die technische (XML-basierte) Plattform, die die Möglichkeiten einer konventionellen Datenbank samt Suchkomfort mit der Möglichkeit verbindet, Contentstrukturen dynamisch aufeinander anzupassen und individuelle Applikationen aufzubauen (unter Nutzung XML-basierter Technologien wie z.B. XQuery). Als Beispiel für eine derartige Plattform nannte er SafariU – ein Projekt des O'Reilly Verlags.
- Einen ganz anderen Ansatz wählten Matthias Ort und Stephan Profitlich vom Softwarehaus ORTEC: Sie stellten mit der ConWare Suite und den zugehörigen Modulen ConTax, ConSaurus und ConTologie eine Softwarefamilie vor, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, vorhandene Substanzen so vorzuhalten, dass sie problemlos wieder verwendet, geordnet (Taxonomieverwaltung), systematisiert (Thesaurusverwaltung) und (halb)automatisiert verschlagwortet werden können. Damit sind alle Voraussetzungen gegeben, diesen Inhalt im (semantischen) Web auch auffindbar zu machen. Allerdings sind diese Module wohl so neu, dass sie den Weg auf die Conware-Website noch nicht gefunden haben ...
- Unter dem Motto "Elektronisches Publizieren im Jahr 2015" veranstalteten Ingrid Maria Spakler und Arnoud de Kemp, Sprecher des AKEP, einen "gruppendynamischen" Workshop, in dem unter anderem die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens als eines der brennenden Themen unserer Zeit identifiziert wurde. Arnoud de Kemp berichtete von einem EU-Projekt mit Namen APERA, das von ihm initiiert wurde. Das Ziel ist, Rahmenbedingungen und Richtlinien für zukünftiges wissenschaftliches Publizieren gemeinsam zu eruieren und festzulegen. Partner in diesem Projekt sind namhafte Institutionen, Bibiotheken und Verlage aus allen Bereichen des wissenschaftlichen Publishingprozesses. Eine kurze Projektbeschreibung (PDF) findet sich auf der APERA-Website.
Im Rückblick auf diese zwei Tage kann ich mit voller Überzeugung sagen: Der Besuch hat sich ohne Wenn und Aber gelohnt! Wer mit mir darüber diskutieren möchte, melde sich per E-Mail bei mir!
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Die diesjährige Frühjahrstagung der Gesellschaft für Technische Kommunikation – kurz: tekom – hatte sich das Thema "Standard versus Kreativität" in den Aspekten Informationsstrukturen, Inhalte, Prozesse, Sprache, Terminologie, Layout und Grafiken vorgenommen (zu den Downloads der Vorträge). In den dafür gebildeten Podien präsentierten und diskutierten jeweils drei Referenten aus Industrie oder Hochschule unter der Moderation prominenter Experten.
Im Hinblick auf die Erstellung und Produktion technischer Dokumentationen wurden Standards und standardisierte Methoden von den meisten Referenten eher als die Grundlage für die Entwicklung von Kreativität denn als Hemmschuh betrachtet. Im Gegenzug wird Kreativität häufig als Ausgangspunkt für weitere Standardisierung zur Erzielung von mehr Qualität, Anwendernutzen und Wirtschaftlichkeit gesehen.
Einige präsentierte Beispiele für das Zusammenspiel von Standardisierung und Kreativität in technischen Dokumentationen können richtig neidisch machen: Die Dokumentationsspezialisten heutzutage verfügen für die Erstellung und die Qualitätssicherung der Inhalte, die Gestaltung und Produktion der Ausgabeformen über ausgezeichnetes Fachwissen und setzen sehr fortschrittliche technische Systeme ein.
Die nächste Frühjahrstagung der tekom findet im Frühjahr 2009 in Dortmund statt. Eine Teilnahme lohnt sich – auch für Vertreter von Fachverlagen!
Wer sich mit Manfred Krüger über die tekom-Frühjahrstagung austauschen möchte, kann sich per E-Mail an ihn wenden.
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Impressum
Ursula Welsch
Tachenseestr. 2
D-83373 Taching am See
Tel. +49-(0)8681-47 18 52
E-Mail: ursula.welsch @ welschmedien.de
Dies ist der monatliche Newsletter von <ursula welsch.neue medien> und der XML-Schule.
Im Newsletter „Crossmediales Publizieren“ berichten wir für Sie über neueste Entwicklungen und Erfahrungen aus der crossmedialen Verlagspraxis und weisen auf die aktuellen Termine der XML-Schule hin.
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