Crossmediales Publizieren · März 2007

Informationen und Tipps zum Electronic Publishing und zur Anwendung von XML

Editorial
Für die heutige Ausgabe des Newsletters „Crossmediales Publizieren“ haben wir die Themen „Online-Verwertung für Verlagssubstanzen“ und „Web 2.0“ für Sie ausgewählt. Beleuchtet werden sie zum einen von der Datenseite und zum anderen aus Sicht der Produktkonzeption.
Als besonderes Highlight berichtet die Newsletter-Leserin und Technische Redakteurin Sabine Mahr von drei Tool-Workshops zu semantischen Web-Technologien.
Ihre Ursula Welsch

Inhalte
–   Publizieren mit XML:
    XML-Strukturen für die Online-Verwertung
–   Aktuelle Studie:
    „Web 2.0“ – Begriffsdefinition und Analyse der Auswirkungen
–   Praxisbericht:
    Semantic Web School in Wien (von Sabine Mahr)

Seminartermine der XML-Schule:
     12./13.03.2007 Satzerstellung mit XSL-FO
     29./30.03.2007 Strukturkonzepte für die Mehrfachverwertung

Seminartermine beim Hauptverband des Österreichischen Buchhandels:
     27.03.2007 „Mehrfachverwertung von Verlagssubstanzen – Potenziale im Lektorat erkennen“

Seminartermine bei der Akademie des deutschen Buchhandels:
     16./17.04.2007 „Projektmanagement im Electronic Publishing“

<<<<< Publizieren mit XML: >>>>>
XML-Strukturen für die Online-Verwertung

Wird ein umfangreiches Werk aus dem Bereich der Fachinformationen mit XML produziert, soll es in der Regel auch in elektronischer Form angeboten werden – meistens im Rahmen einer Online-Anwendung. Doch gerade größere Werke müssen dafür in kleinere Dokumente aufgeteilt werden. Was sich bei lexikalischen Werken als relativ einfach erweist, führt bei hierarchisch organisierten Substanzen wie z.B. juristischen Kommentaren durchaus zu größeren Aufwänden.
Selbst wenn bereits XML-Daten vorliegen, fehlen oftmals wichtige Informationen über den Aufbau der Werkhierarchie – und damit über mögliche Zerlegungspunkte. Auch die sinnvolle Zusammenstellung von Suchbegriffen und Trefferlisten kann sich äußerst schwierig gestalten.
Wie Sie sich eine XML-Struktur schaffen, die diese Anforderungen berücksichtigt, erfahren Sie im Seminar „Strukturkonzepte für die Mehrfachverwertung“ am 29./30. März in München.

<<<<< Aktuelle Studie: >>>>>
„Web 2.0“ – Begriffsdefinition und Analyse der Auswirkungen

Über das Thema „Web 2.0“ wird seit mehr als einem Jahr auch im Verlagswesen heftig diskutiert und es gibt etliche Versuche, sich an dem damit verbundenen Hype zu beteiligen. Nun hat das Markt- und Medienforschungsinstitut result research eine Studie über das Web 2.0 vorgelegt und seine Auswirkungen auf die klassischen Kommunikationsmedien untersucht.
Ein Ergebnis der Untersuchung war, dass bei Web2.0-Nutzern eine überaus starke Bindung an das Medium Internet konstatiert wurde. Bei permanenter Verwendung des Computers – so die Studie – begleitet das Internet als Medium und Transportweg nahezu das gesamte Alltagsleben der Probanden. Unter dem Aspekt der dabei genutzten Inhalte und Services wirkt das Internet dabei als integratives Medium für Inhalte und Services aus anderen Medien wie z.B. Zeitungen oder Fernsehen und entfaltet von daher seine immense Sogwirkung.
Die Studie „Web 2.0“ kann kostenlos als PDF-Datei bezogen werden bei Dirk Middeldorf, dem Teamleiter bei result media.
Diese und weitere Entwicklungen werden auch Gegenstand im Seminar „Mehrfachverwertung von Verlagssubstanzen“ am 27. März in Wien sein.

<<<<< Praxisbericht: >>>>>
Semantic Web School in Wien

Die Semantic Web School in Wien ist einer der wenigen deutschsprachigen Schulungsanbieter zu semantischen Technologien und Web 2.0. Neben den Grundlagen-Modulen gibt es Tool-Workshops, deren Ziel der Umgang mit professionellen Werkzeugen für das semantische Wissensmanagement ist.
Newsletter-Leserin Sabine Mahr, selbstständige Technische Redakteurin, hat drei dieser Tool-Workshops besucht und berichtet von ihren Erfahrungen:
„Am ersten Tag übten wir den grundsätzlichen Aufbau von Ontologien und deren Modellierung mit dem L4 Modeller. Anschließend erstellten wir im ThManager einfache Terminologien und exportierten sie in ein Modell zur Beschreibung von einfachen Klassifikationsschemata und Thesauri (SKOS).
Am zweiten Tag drehte sich alles um RDF, die Meta-Beschreibungssprache für Ontologien. Zur Modellierung der eigenen Ontologien in Protégé wurden RDF Schema und die Web Ontology Language OWL benutzt. An den selbst erstellten OWL-Ontologien wurden im dritten Workshop Zugriff und Abfrage auf relationale Datenbanken mittels D2RQ und SPARQL Wrapper-Tools geübt. Außerdem wurden im Web verfügbare Ontologien sowie ein Reasoner und ein Web Client eingebunden.
Gearbeitet wurde ausschließlich mit Open-Source-Tools, die im Vergleich zu lizenzpflichtiger Software für reine Anwender wie mich etwas unkomfortabel sind. Dank der CD mit den im Workshop verwendeten Tools, die den ausführlichen, gut aufbereiteten Schulungsunterlagen beiliegt, kann man später für Projekte aus dem eigenen Arbeitsumfeld prüfen, welche Funktionen man benötigt, und die entsprechende Wahl mit fundiertem Hintergrundwissen treffen.“
Sabine Mahr erteilt gerne nähere Auskünfte zur Semantic Web School und dem Einsatz dieser Tools in der Praxis (sabine.mahr@wordbsign.com, www.wordbsign.com).


Impressum
Ursula Welsch
Tachenseestr. 2
D-83373 Taching am See
Tel. +49-(0)8681-47 18 52
E-Mail: mailto:ursula.welsch@welschmedien.de
Dies ist der monatliche Newsletter von <ursula welsch.neue medien> und der XML-Schule.
Im Newsletter "Crossmediales Publizieren" berichten wir für Sie über neueste Entwicklungen und Erfahrungen aus der crossmedialen Verlagspraxis und weisen auf die aktuellen Termine der XML-Schule hin.

Abbestellen: Wenn Sie diesen kostenlosen Newsletter nicht mehr erhalten möchten, dann senden Sie einfach eine E-Mail mit dem Hinweis „Abbestellen NL Crossmediales Publizieren“!